der Transformator
Der Newsletter für nachhaltige Transformation Made in Germany 🇩🇪
Über den Standort Deutschland wird viel geklagt. Doch Jammern bringt uns nicht weiter – Handeln schon!
Die globalen Rahmenbedingungen können wir kaum beeinflussen. Was wir beeinflussen können, ist wie gut Unternehmen digital, agil und zukunftsfähig aufgestellt sind.
In diesem Newsletter reflektiere ich wöchentlich meine Erfahrungen, Erkenntnisse und Impulse aus Digital-, Transformations- und Change-Projekten.
✔️Prägnant ✔️Praxisnah ✔️ Pro Bono.
Mein Antrieb: Viele kleine, konsequente Schritte können große Wirkung entfalten.
📣 Lass uns gemeinsam was bewegen!
🗓️ AUSGABE 7
STRESS auf allen Ebenen (1)

KI generiert
Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von der Transformator:
Stress gehört inzwischen fast schon zum guten Ton, wenn es um Transformation geht – leider. ⚡
In den letzten Jahren habe ich viele Veränderungsprozesse begleitet – als Führungskraft und als „ganz normaler“ Mitarbeiter.
Aus dieser Meta-Perspektive ist eines klar geworden:
Stress ist einer der größten Bremsklötze in Transformationen – für individuelles Wachstum genauso wie für den Erfolg ganzer Programme. 🚧
Gerade in Veränderungsphasen treffen hohe Erwartungen, Unsicherheit und Tempo aufeinander.
Menschen bewerten die Situation als überfordernd („Die Anforderungen sind größer als meine Ressourcen“). Alte Muster springen an („Ich darf keine Fehler machen“, „Ich muss es allen recht machen“). Und äußere Stressoren wie Zeitdruck, Überlastung, Multitasking und permanente Veränderungen tun ihr Übriges. 🔄
In dieser Artikelserie schauen wir uns an, warum Stress in Transformationen so häufig auftritt – und was Fach- und Führungskräfte tun können, um Energie für echte Veränderung freizusetzen.
Am Anfang möchte ich eines klarstellen:
In dieser Serie geht es nicht darum, Stress um jeden Preis zu vermeiden oder ihn im Sinne einer Vermeidungsstrategie weichzuspülen. ❗
Vielmehr steht im Fokus, wie wir auf verschiedenen Ebenen Veränderungen anstoßen können, um einen neuen und konstruktiven Umgang mit Stress zu erlernen. 🧭
Dabei werde ich immer wieder die Brücke zu den neuesten Erkenntnissen aus dem autonomen Nervensystem schlagen:
Was passiert in unserem Körper unter Druck?
Warum blockiert uns Stress manchmal komplett?
Und vor allem: Welche Stellschrauben haben wir, um trotz hoher Dynamik handlungsfähig, klar und wirksam zu bleiben? 🧠
Die Serie trägt bewusst den Titel „Stress auf allen Ebenen“.
Daher werde ich das Thema systematisch auf vier branchenagnostischen Unternehmensebenen beleuchten – und jeweils aufzeigen, wie eine Veränderung im Sinne einer nachhaltigen Transformation auf jeder dieser Ebenen aussehen kann.
Ausblick
Mein Take:
Ausblick – Stress auf allen Ebenen - die neue Serie:
Teil 2️⃣ Organisationsebene
→ Fokus auf das gesamte Unternehmen, Geschäftsbereiche oder Divisionen – und deren strategische Ausrichtung. 🏢
Auf Organisationsebene entscheidet sich sehr früh, ob Transformation Stress verstärkt oder abfedert. Hier werden die Weichen gestellt: für Klarheit oder Chaos, für Fokus oder Dauerüberlastung. 🎯
In diesem Teil zeige ich dir:
• warum es so wichtig ist, vorab einen klaren Exit- bzw. Notfallplan zu haben – statt Transformation „einfach laufen zu lassen“. 🚨
• weshalb es hochgradig kontraproduktiv ist, verschiedene Betriebsmodi (agil, Wasserfall, Task-Force) parallel existieren zu lassen – und damit zusätzliche Komplexität und Reibung zu erzeugen. ⚙️
• warum die eigentliche Herausforderung fast immer der Brownfield-Ansatz ist. Die meisten Frameworks tun so, als würden wir auf der grünen Wiese starten – die Realität in Unternehmen sieht jedoch ganz anders aus. 🌱➡️🏭
Gerade auf Organisationsebene zeigt sich: Struktur erzeugt entweder zusätzlichen Druck – oder sie schafft die Grundlage für echte Entlastung und nachhaltige Transformation.
Teil 3️⃣ Portfolio- bzw. Programmebene
→ Betrachtung von Produktportfolios, Programmen oder Projekten, in denen mehrere Initiativen gebündelt werden. 📊
Auf dieser Ebene verdichtet sich Komplexität. Unterschiedliche Ziele, Prioritäten und Reifegrade treffen aufeinander – und genau hier entsteht oft subtiler, aber massiver Stress. ⚡
Wir schauen uns unter anderem folgende Stressoren an:
• den Umgang mit „Altlasten“ im Portfolio – also Projekten, die Ressourcen binden, aber strategisch kaum noch einzahlen. 🧱
• die Frage, für welche Bereiche die Transformation wirklich gilt – und für welche nicht. Halbherzige Übergänge sorgen häufig für mehr Spannung als Klarheit. 🎯
• wie sich bestehende Entwicklungsprozesse mit neuen Methoden vereinbaren lassen – ohne in dauerhafte Reibungsverluste zu geraten. ⚙️
Am Ende steht die zentrale Frage:
Ist das nur neuer Wein in alten Schläuchen 🍷 – oder der Beginn einer wirklich nachhaltigen Veränderung?
Teil 4️⃣ Teamebene
→ Analyse von Stressfaktoren und Dynamiken innerhalb einzelner Teams oder Abteilungen. 👥
Auf dieser Ebene wird Stress unmittelbar spürbar. Hier zeigt sich, wie gut – oder wie überlastet – Zusammenarbeit wirklich funktioniert.
In diesem Teil erfährst du, wie unausgewogenes Verantwortungsbewusstsein – also zu viel oder zu wenig Verantwortung – den Druck im Team massiv erhöhen kann. ⚖️
Ebenso schauen wir auf fehlende oder unklare Rahmenbedingungen:
Wenn Rollen, Entscheidungswege und Prioritäten nicht klar sind, entsteht Unsicherheit – und Unsicherheit erzeugt Stress. 🔄
Du bekommst konkrete Impulse, wie du durch gezielte Veränderung statt durch Vermeidung gegensteuerst – und so wieder Klarheit, Energie und Wirksamkeit ins Team bringst.
Teil 5️⃣ Individuelle Ebene
→ Stress auf der Ebene des einzelnen Mitarbeitenden: persönliche Wahrnehmung, Belastung und Bewältigungsstrategien. 🧍♂️
Zum Schluss wird es persönlich.
In einem Selbstversuch mit einem biometrischen Wearable (Oura-Ring) gehe ich der Frage nach, wie unser autonomes Nervensystem konkret auf Stress reagiert – messbar über Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität und andere relevante KPIs.
Was passiert im Körper unter Druck?
Wann kippt Aktivierung in Überforderung?
Und was sagt uns die Physiologie über unsere tatsächliche Belastung – jenseits unserer subjektiven Einschätzung? 🧠
Ich zeige, warum es nicht darum geht, Stress oder innere Erregung zu vermeiden, sondern wie wir Selbstregulation lernen können: also trotz Druck handlungsfähig, klar und fokussiert zu bleiben. 🎯
Gerade in agilen Umfeldern, in denen Eigenverantwortung zentral ist, wird dieser individuelle Umgang mit Stress zum entscheidenden Erfolgsfaktor.
Unsicherheit in der Transformation erzeugt Stressoren auf allen nachgelagerten Ebenen und ist letztlich bis auf der individuellen Ebene spür- und nachvollziehbar. ⚡
Als Transformator sehe ich immer wieder die gleichen Muster, wie sich Stress von ganz oben bis ganz unten fortpflanzt.
Ein typisches Beispiel aus der Praxis:
Auf Vorstandsebene heißt es sinngemäß:
„Wir schauen mal, ob SAFe zu unserer Unternehmensstruktur passt. Es gibt ja schon erste Piloten in unserem Unternehmen – dann sehen wir weiter …“
Damit werden Verantwortung und „Sense of Urgency“ nach unten delegiert – ohne klare Entscheidungen, ohne Vision und ohne echtes Commitment bzw. Buy-in.
In der Wirkkette kommt beim „gemeinen Mitarbeiter“ dann “unten” Folgendes an:
„Wir sollen jetzt SAFe machen, aber unser Einkauf macht nicht mit, das Werk schon gar nicht – und ich soll das nebenbei stemmen, obwohl ich noch zig alte Projekte abschließen muss.“
Überforderung macht sich langsam, aber sicher breit – und damit Stress. 📈
Genau so entsteht die oben beschriebene Stresskette:
👉 Unklarheit und Unentschlossenheit im Top-Management werden zu strukturellen Stressoren auf Portfolio- und Teamebene – und landen am Ende als Überforderung und Frust beim Einzelnen.
Fazit:
Ich plädiere in diesem Kontext klar für ein sequenzielles Vorgehen von oben nach unten.
Meine Beobachtung der letzten Jahre ist eindeutig:
Stress pflanzt sich im System fort und wird „von oben“ weitervererbt.
Jede Veränderung, die nicht bereits auf Organisationsebene sauber adressiert wird, wirkt sich konsequent auf die nachgelagerten Ebenen aus.
Ich suche:
den Austausch mit Fach- und Führungskräften,
die den Mut haben, unternehmerisch zu denken
und Transformation wirklich umzusetzen.
💡Wenn Du Teil der Lösung sein willst:
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Bis nächste Woche,
Christoph Lohrer | Dein Transformator

